Das optische Sicherheitssystem für LKW und PKW

Pressestimmen zum ABL


Licht-Blicke

In der Dämmerung sinkt die Sehschärfe. Reisemobil International informiert über Risiken am Steuer.

Mit der Dämmerung beginnt die kritische Zeit. Farben und Kontraste schwinden, die Sehschärfe sinkt im Vergleich zu Tageslichtwerten auf bemerkenswert geringe 50 Prozent.

Bei völliger Dunkelheit wird sie auf gerade einmal zehn Prozent gefallen sein. Unter diesen Bedingungen fällt es dem Auge extrem schwer, Bilder scharf aufzulösen. Die Folge: Mit schwindendem Licht nimmt der Fahrer kritische Verkehrssituationen immer später wahr, Reaktionszeit und Unfallrisiko steigen parallel.

Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht verwunderlich, dass sich 40 Prozent aller tödlichen Autounfälle nachts ereignen. Bei Fußgängern melden die Statistiker sogar 60 Prozent. Doch die Ursachen für die Unfälle sind nicht nur in schwierigen Nachtsichtbedingungen zu finden.

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Bei Menschen ab dem 40. Lebensjahr geht die Sehkraft kontinuierlich zurück, die schleichenden Beeinträchtigungen werden jedoch selten wahrgenommen. Selbst wer bei Tage völlig problemlos und scharf sieht, darf hieraus nicht auf ein intaktes Sehvermögen bei Dämmerung oder Nacht schließen.

Der Berufsverband der deutschen Augenärzte rät daher eindringlich, Sehschärfe, Dämmerungssehen, Kontrastwahrnehmung und Blendempfindlichkeit spätestens alle fünf Jahre überprüfen zu lassen.

Wohlgemerkt: Dieser Check geht weit über den herkömmlichen Sehtest hinaus. Autofahrer ab 60 Jahre sollten den Augenarzt alle zwei Jahre aufsuchen. Er kann bei diesem Check zahlreiche Augenkrankheiten rechtzeitig erkennen und behandeln...

Reisemobil International 2/2010, PDF zum Download, 01.02.2010


PROFESSION ABBLENDLICHT - Ein Licht im Dunkel

Was hat ein Hersteller für Fahrzeugmodule mit der Augenoptik im Sinn?, Von Silke Sage

Ein Anruf einer Firma in der FOCUS-Redaktion, die unter anderem Fahrzeugmodule für Autos herstellt, ließ mich im ersten Moment vermuten "falsch verbunden". Als der Mann weiter sprach weckte er mein Interesse: "Länger ermüdungsfrei Auto fahren und weniger geblendet sein, durch ein zusätzliches Licht im Innenraum". Den ersten Teil seiner Ausführung kenne ich nur zu gut aus eigener Erfahrung und bin damit sicher nicht alleine. Für den letzteren Teil interessiere ich mich schon aus beruflichen Gründen als Augenoptikerin.

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Für viele Menschen sind nächtliche Autofahrten alles andere als angenehm. Die Straße ist dunkel, die weißen Fahrbahnmarkierungen blitzen in regelmäßigen Abständen auf, der Blick ist an den äußeren Teil des Lichtkegels auf der Straße geheftet. Kommt uns nun ein Auto entgegen sind wir für einen Moment geblendet. Der kurze "Blindflug" ist bei Tempo 50 km/h im Schnitt knapp 14 m weit und bei Tempo 150 km/h knapp 42 m. Bis der Zustand des Sehens auf die Situation vor dem entgegenkommenden Fahrzeug wieder hergestellt ist dauert weitere Sekunden bis Minuten.
Auf der Autobahn sind die Fahrbahnen breit und außerhalb des Bereichs, den die Scheinwerfer beleuchten, der Blick kann sich an weiter entfernte Rückleuchten heften. Diese Fahrten sind weniger anstrengend, wenn sie zeitlich begrenzt sind. Auf Landstraßen mit direktem Gegenverkehr ist die Blendung ungleich höher und lässt Augen und Fahrer schneller ermüden. Klassische Risikofaktoren bei Nachtfahrten sind Blendung, aufkommende Müdigkeit und damit verbunden eine nachlassende Reaktionszeit und letztendlich der Sekundenschlaf.

Wie verhindert mehr Licht die Blendung?
Ein zusätzliches Licht mit einem Maximum der Strahlung im Wellenlängenbereich von 464 mm beleuchtet von schräg oben das Gesichtsfeld des Fahrers. Die Optik der Lichtquelle entspricht dem physikalischen Prinzip eines Lambert-Strahlers. Die Strahldichte des Antiblendlichtes ist in alle Richtungen fast konstant. Es wird an der Sonnenblende angebracht und sorgt für eine weiche, gleichmäßige, dem Tageslicht nachempfundene Beleuchtung. Zwei hochsensible Sensoren für Lichtquellen, die von vorne auf das Fahrzeug zukommen, und ein Sensor für die Lichtquellen hinter dem Fahrzeug sorgen für eine automatische Anpassung der Helligkeit im Innenraum. Die Lichtquelle, mit der ungefähren Größe einer halben längs-DIN-A-4-Seite, passt sich der Lichtsituation automatisch an. Dabei kann die Helligkeit manuell auf die individuellen Bedürfnisse des Fahrers nachgeregelt werden.

Physiologischer Hintergrund
Bei der Anpassung an die verschiedenen Lichtsituationen, der Dunkel- beziehungsweise Helladaption, werden drei Mechanismen in Gang gesetzt: Die Pupille verändert ihren Durchmesser, eine chemische Adaption und eine Adaption auf neuronaler Ebene finden statt. Die Pupillenweite bestimmt wie viel Licht auf die Netzhaut fällt. Diese Regulierung ist sehr schnell und unmittelbar. Bei jungen Menschen mit geringer Umgebungsleuchtdichte liegt der Pupillendurchmesser bei 7 mm bis 8 mm. Durch zusätzliches Licht können die Durchmesser auf ca. 2 mm verkleinert werden. Ein kleiner Pupillendurchmesser lässt wenig Licht auf die Netzhaut fallen, dadurch findet unter anderem eine verlangsamte Reaktionsverarbeitung statt.

Der nächtliche Autofahrer ist also mit großen Pupillen unterwegs. Ein entgegenkommendes Fahrzeug lässt die Pupillengröße bis auf ca. 2 mm schrumpfen: Der Fahrer sieht kurzfristig außer den hellen Scheinwerfern nichts weiter und ist das Fahrzeug vorübergefahren, kommt ein kurzer Blindflug. Die Pupille öffnet sich wieder, mehr Licht gelangt auf die Netzhaut. Die chemische und neuronale Adaption hatten jedoch kaum Gelegenheit ihre Wirkungen zu entfalten: Sie brauchen nämlich bis zu 8 Minuten für die Zapfen und bis zu 30 Minuten für die Stäbchen für die vollständige Adaption. Auf einer Straße mit regelmäßigem Gegenverkehr kann die Belastung der Augen im Vergleich zu einer Fahrt am Tage zu schnellerer Ermüdung führen.

Nun ist der nächtliche Autofahrer mit der Beleuchtungsquelle im Autoinnenraum unterwegs: Die Pupillenweiten liegen bei ca. 4 mm, einer der Blendlichtquelle angepasste, zeitlich vorgezogene Helladaption ist in Gang gesetzt. Extreme Adaptionssprünge werden dadurch vermieden und das entgegenkommende Fahrzeug und die Umgebung werden deutlicher wahrgenommen. Die Blendung von vorne oder über den Rückspiegel ist reduziert. Die Lichtquelle im Autoinneren passt sich zeitgleich mit der schwindenden Blendung wieder an dunklere Lichtverhältnisse an.

Längere Leistungsbereitschaft
Die Wirksamkeit wurde durch das Fraunhofer Institut überprüft. Aus deren Unterlagen geht ein weiterer Aspekt hervor: Die Lichtsituation, insbesondere der Wellenlängenbereich des Lichtes, kann zu einem verzögerten Ausstoß des Schlafhormons Melatonin führen. Und somit die Leistungsbereitschaft des kognitiven Systems länger aufrecht erhalten. Also: Man wird später müde.
Den genauen Einfluss auf den Visus während der Autofahrt ist nicht eindeutig geklärt. Ein Sachverständiger des Augenoptikerhandwerks konnte jedoch bestätigen, dass die Sehleistung nach einer Blendung unter Einfluss der zusätzlichen Lichtquelle um 50 Prozent schneller wieder hergestellt ist also ohne.

Vorsicht bei Nachtblindheit
In dem Zusammenhang noch eine kurze Anmerkung zur Nachtblindheit: Viele Menschen glauben, wenn sie nachts oder in der Dämmerung Schwierigkeiten mit dem Sehen haben, liege gleich eine Nachtblindheit vor. Das ist nur selten der Fall. Oft liegt eine Nachtmyopie vor oder die Brillenglasstärke ist nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Auch eine Trübung der Augenmedien kann eine stärkere Blendung bei Lichtquellen in der Dunkelheit zur Folge haben. Das ist häufig bei älteren Menschen zu beobachten. Zudem haben ältere Menschen eine deutlich verkleinerte Pupillenweite, sie beträgt oft nur 3,5 mm bei maximaler Ausdehnung.
Eine Nachtblindheit ist eine Funktionsstörung der Netzhaut. Die angeborene Variante lässt dich bisher nicht heilen. Hierzu gehören Retinitis pigmentosa und kongenitale stationäre Nachtblindheit und eine Reihe weitere seltener Erkrankungen. Die erworbene Nachtblindheit ist meist auf einen Vitamin-A-Mangel zurückzuführen. Störungen des Magen-Darm-Traktes oder Mangelernährung können die Ursache sein. Diabetes, Glaukom und Melanome können auch eine Nachtblindheit hervorrufen. Auch einige Medikamente haben negativen Einfluss auf die Bereiche der Netzhaut, die für ein einwandfreies Nachtsehen zuständig sind. Eine erworbene Nachtblindheit kann im ersten der genannten Fälle durch Vitamin-A-Gabe rasch zur Besserung führen.
Die positiven Einflüsse des Antiblendlichtes beziehen sich auf gesunde Personen, die ein ganz normales subjektives oder objektives Blendempfinden haben.

Das Gerät lässt sich in fast jedes Auto einbauen, kurzfristig über den Zigarettenanzünder an den Strom anschließen oder für die langfristige Verwendung: Vom Fachmann lässt man es mit der Bordelektronik des Fahrzeugs verbinden.

FOCUS - Das Magazin für den erfolgreichen Augenoptiker, Oktober 2009, 01.10.2009


Antiblendlicht rettet Leben!

30 Prozent aller Unfälle passieren nachts. Ein neuer Assistent kann das Blenden durch den Gegenverkehr minimieren und für mehr Sicherheit sorgen. mehr >>
Das mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnete Antiblendlicht (ABL) der "uwe braun GmbH" mindert das Blendempfinden durch entgegenkommende Fahrzeuge. Das Antiblendlicht kann mittels dreier Sensoren die Helligkeit entgegenkommender Fahrzeugscheinwerfer erfassen. Gesteuert durch einen Mikroprozessor sorgt Antiblendlicht für die richtige Beleuchtung im Gesichtsfeld des Fahrers. Dabei simuliert das Antiblendlicht dem Auge und Gehirn eine Art Tageslicht vor und führt so zu einer Verkleinerung der Pupillen. Die Netzhaut kann sich so besser auf ein Blenden durch den Gegenverkehr einstellen. Das Antiblendlicht (229 EURO) ist eine flache Lichtquelle, die einfach an der Sonnenblende montiert werden kann. Anschließend wird das Gerät mit dem Bordnetz verbunden oder über den Zigarettenanzünder angeschlossen.

Berliner Kurier, 26.10.2008


Lebensretter im Auto

Das Antiblendlicht hilft dem Auge bei Nacht, sich auf entgegenkommendes Scheinwerferlicht einzustellen
Raufeld Medien

Welcher Autofahrer kennt das nicht: Bei einer nächtlichen Fahrt kommt ein Fahrzeug entgegen und der helle Schein lässt den Fahrer für einen kurzen Moment nahezu erblinden. Obwohl knapp 30 Prozent aller Autounfälle bei Nacht geschehen, wird das Fahrrisiko im Dunkeln von den meisten Menschen unterschätzt. mehr >>
Eine neue Erfindung aus Brandenburg dürfte diese Gefahr in Zukunft verringern. Das Antiblendlicht -jüngst mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet -kann dank neuartiger Technologie das Blendempfinden durch entgegenkommende Fahrzeuge wesentlich minimieren. Nach ABS, Anschnallgurt und dem Airbag könnte das sogenannte ABL in punkto Sicherheit im Straßenverkehr für einen ähnlichen Durchbruch sorgen. Die DEKRA sowie das Bundesministerium für Verkehr haben dieser Neuerfindung bereits ihr Siegel gegeben. Doch wie funktioniert das Antiblendlicht? Es erfasst zunächst mittels dreier Sensoren die Helligkeit entgegenkommender Fahrzeugscheinwerfer. Gesteuert durch einen Mikroprozessor sorgt es nun für die richtige Beleuchtung im Gesichtsfeld des Fahrers. Dabei simuliert das ABL dem Auge und Gehirn eine Art Tageslicht und führt so zu einer Verkleinerung der Pupillen. Die Netzhaut kann sich so besser auf ein Blenden durch den Gegenverkehr einstellen und die volle Funktionsfähigkeit beibehalten. Außerdem kann das Antiblendlicht die Ausschüttung des Hormons Melatonin verzögern, welches für das Ermüden bei Nacht verantwortlich ist. Das dürfte vor allem für Fernfahrer interessant sein, die oft tagelang unterwegs sind. Trotz gesetzlich vorgeschriebener Ruhezeiten tritt ihre Ermüdung oft bei Routinefahrten auf -schwere Unfälle sind die Folge. Auch bei Tunnelfahrten wird dem Auge eine erhöhte Belastung abverlangt. Häufig scheuen sich auch ältere Menschen vor Nachtfahrten, weil ihre Augen auf entgegenkommende Blendung heftiger reagieren als die von jungen Menschen. Der Grund: Die Sehstärke nimmt bereits ab dem 40. Lebensjahr schleichend ab und mit zunehmendem Alter verliert die Pupille ihre Fähigkeit, sich zu dehnen. Das Antiblendlicht lässt sich einfach und schnell an der Sonnenblende montieren. Das Gerät wird mit dem Bordnetz verbunden oder über den Zigarettenanzünder angeschlossen. Einen Nachteil hat das ABL jedoch: Mit 229 Euro ist es nicht gerade billig. (rfd.)

Berliner Zeitung, 22.10.2008



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